Der Camino del Norte strartet in Irun, gleich hinter der französischen Grenze und folgt mehrheitlichh der Küstenlinie. Wir haben nach mehr als der Hälfte des Weges auf den Camino Primitivo gewechselt. Dieser hat weniger Asphalt und mehr Naturwege...
Der Camino Primitivo startet in Oviedo, dieser Weg ist einer der ältesten Wege nach Santiago. Es gibt mehr Pfade, Naturwege und kleinere Dörfer.
Mai - Juni 2024
Credencial del peregrino - Pilgerpass
Diese "Stempelkarte" öffnet dir die Türen zu den Herbergen, sie dokumentiert deinen Weg und zeichnet dich als Pilger aus. Aus welchen Gründen du auch immer unterwegs bist.
Die Wege
Wenn du eine solche Strecke zurücklegst, dann gibt es alles, was du vor die Füsse bekommst. Pfade durchs Unterholz, steinige Wege, schlammige Wege, kleine Strassen, breite Strasse mit und ohne Verkehr. Auf dem Küstenweg gibt es immer wieder Asphalt. Darum sind gut dämpfende Schuhe von Vorteil.
Auf dem Primitivo überwiegen die naturnahen Wege, da ist der Strassenanteil klein.
Das Meer
Was soll ich sagen, man liebt es oder nicht, es ist ruhig, es ist gewaltig, es ist Lebensraum, es ist faszinierend, es ist einfach da. Wunderbar!
Die Landschaft
Weit, grün, vielfältig, lieblich, üpig (wegen dem vielen Regen?)
Die Städte
Es gibt sie immer wieder. Lebhaft, laut, sehr sauber, mit grossen Ständen, mit vielen Restaurants und schönen Altstadtvierteln.
Die Dörfer
Klein oder gross, touristisch oder landwirtschaftlich, verschlafen oder lebhaft, einladend oder weniger einladend, schön gepflegt oder einfach. Es gibt alles.
Die Kirchen
Es gibt viele, kleine, grosse, gewaltige, prunkvoll ausgestattete, einfache, etwas in die Jahre gekommene. Leider oft verschlossen.
Essen und Trinken
Ein Gipfeli mit Messer und Gabel zu essen, war schon etwas speziell. Wir haben es bei ersten Versuch belassen und das knusperige Ding wie gewohnt in die Hand genommen.
Die Küche ist traditionell mit viel Fleisch und Fisch. Kleine Häppchen, Tapas, gibt es fast in jeder Bar zu jeder Zeit.
Die Essenszeiten sind zu unseren etwas verschoben. So gibt es das Mittagessen ungefähr von 13 - 15 Uhr und das Nachtessen von 20 - 22 Uhr. Für einen Pilgerrhytmus nicht sehr geeignet. In Orten wo die Pilger zahlreich sind, gibt es auch Restaurants die den ganzen Tag eine warme Küche anbieten.
Die Ankunft
Die Ankunft ist sehr emotional. Da zu sein, es geschafft zu haben, all die Strapazen überstanden zu haben, das bewegt sehr. Man freut sich, und umarmt die Mitpilger, die man über Tage und Wochen immer wieder mal kurz oder länger gesehen hat. Mit denen man kurze oder längere Gespräche ausgetauscht hat. Viele liegen oder sitzen auf dem Platz vor der Kathedrale und geniessen und erleben eine spezielle Energie.